Linke Sozialindustrie = künstliche Zentrumslast

Die politisch und somit zwangsläufig auch finanziell roten Städte klagen über die sogenannte Zentrumslast. Diese Bürde und das linke Gutmenschentum lassen sich jedoch rasch als das entlarven, was sie sind: falsch und künstlich geschaffen!

Werfen wir zuerst einen Blick auf das Gedankengut der Linken. Oft zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen, wenn er Macht bekommt – oder wenn er mit einer Niederlage umgehen muss. Und am letzten Wahlsonntag musste das links-grüne Lager im Kanton Zürich eine brutale Niederlage einstecken. In diesem Zusammenhang wurde auch Regierungsrat Martin Graf (Grüne) abgewählt. Graf schilderte anschliessend in einer aggressiven und primitiv anmutenden Brandrede, in deren Verlauf er scheinbar sogar den Mittelfinger zeigte, seine Sicht der Dinge, warum es zur Abwahl kam.

Graf Graf (Grüne) nach seiner Abwahl. (Bild: Tele Züri)

Carlos als «Bauernopfer»
Martin Graf deutet die verständliche Empörung der Bürgerinnen und Bürger betreffend dem Fall Carlos als eine politische Kampagne. Carlos sei zu einem «Bauernopfer» gemacht worden und dies hätte dann angeblich zum grünen Wahldebakel geführt. Der gescheiterte grüne Regierungsrat, der während vier Jahren für die Justiz zuständig war, bezeichnet also einen verurteilten Straftäter, einen Messerstecher, der ein Messer in das Fleisch eines anderen Menschen gestossen hat, als «Bauernopfer»! Diese Aussage lässt tief in die links-grüne Ideologie und das Gedankengut blicken: der Täter ist dort das Opfer. Das echte Opfer, welches wohl ein Leben lang körperlich und/oder psychisch leiden muss, findet tragischerweise keine Erwähnung.

Der Fall Carlos eignet sich auch sehr gut, um einen verstörenden Blick hinter die Fassade der linken Sozialindustrie zu werfen. Der uneinsichtige Straftäter wurde dazumal für 29 000 Franken pro Monat «betreut»: eine grosse Wohnung, exklusiven Thaibox-Unterricht, Armani-Körperpflege, nur Rindfleisch oder Fisch auf dem Teller, Markenkleider, Wellness-Ferien und umfassende Begleitung von Sozialarbeitern. Der verantwortliche Jugendanwalt hiess Gürber (SP). Nach zig Skandalen glaubte die Öffentlichkeit dann, dass zumindest dieser Sozialirrsinn enden würde und Carlos in die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung entlassen werde.
Doch das Sozialdepartement unter Führung der SP plante entgegen der öffentlichen Erwartung, ihm eine Notwohnung zuzuteilen! Unterdessen sass der verurteilte Messerstecher Carlos aber wieder in Untersuchungshaft und wurde trotz hoher Rückfallgefahr vor zwei Tagen entlassen. Brisant: Ihm wird vorgeworfen, einen Mann mit einem Messer bedroht zu haben.

Sozialarbeiter «hilft» die Post zu öffnen
Notwohnungen, die die Stadt Zürich vergibt, können Mietkosten von bis zu 2350 Franken pro Monat verursachen. Die Unterkünfte sollen für Familien sein, die unmittelbar von Obdachlosigkeit bedroht sind. Die Stadt Zürich wollte sich also gegenüber Carlos wieder sehr grosszügig zeigen. Es hiess sogar, dass seine Mutter, die in Frankreich lebt, den Umzug in die Notwohnung und somit den Schweizer Sozialstaat vorbereite. Bei Notwohnungen ist auch immer eine «ambulante Betreuung» obligatorisch. Ein Sozialarbeiter «hilft» vor Ort zum Beispiel beim Öffnen der Post. Zusätzliche Kosten pro Monat: durchschnittlich 700 Franken.

Künstliche Zentrumslast
Das Vorgehen der Stadt Zürich im Fall Carlos weist auf ein grundsätzliches Problem hin, welches alle linken Städte haben. Dass es eine Zentrumslast gibt, die zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden soll, ist richtig. Zentrumslasten sind Kosten, die zentrale Orte (Städte) tragen müssen und von denen ebenfalls die angrenzenden Gemeinden profitieren. Zum Beispiel geniessen auch die Pendler von ausserhalb die saubere Stadt, müssen jedoch dafür keine direkten Steuern bezahlen. Das riesige soziale «Angebot», das die linken Städte aber ohne Not aufgebaut haben, verursacht eine künstliche Zentrumslast. Die soziale Wohlfahrt nimmt in den rot-grünen Städten absurde Dimensionen an. So erhält zum Beispiel in der Stadt Zürich jedes dritte Kind während seiner Schulzeit eine «Therapie»!

SP und ihre Koalition der Willigen
Gegen diese gigantischen, nicht gedeckten und unnötigen Kosten, also gegen die linke Sozialindustrie, wehrt sich nur die SVP. In der letzten Gemeinderatssitzung wollte das Postulat GR Nummer 2015/58 von Peter Schick und Samuel Balsiger erreichen, dass die Vergabe von Notwohnungen viel restriktiver gehandhabt wird. Dies wäre ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gewesen. Die Vollkosten für Notwohnungen beliefen sich im Jahr 2013 immerhin auf 3,495 Millionen Franken, welche grösstenteils die Steuerzahlenden tragen müssen. Sie ahnen es vermutlich: Einzig die SVP stimmte für das bürgerliche Postulat. Ausnahmslos alle anderen Parteien folgen den Linken und unterstützen den Sozialirrsinn blind weiter. Bereits drei Tage nach den Wahlen interessierte halt so manche Partei ihr «Geschwätz» von vorher (öffentliche Finanzen ins Lot bringen; gegen allmächtig gewordenen Staat vorgehen) nicht mehr. Zumindest bis kurz vor der nächsten Wahl …

Doch – ob gestern, heute oder morgen – auf eure SVP war und ist Verlass: Zum Wohle der Allgemeinheit wehren wir uns konsequent gegen den linken Irrsinn!

Der Zürcher Bote, 24. April 2015 (PDF)